| OBJECTIVES PROJECT
RESULTS
PARTICIPANTS
FINAL
CONFERENCE IN THE CITY OF STUTTGART
PUBLICATIONS
LINKS
INCORE
INTRANET
CONTACT
INCORE BOOKLET
HOME
© UW GmbH
|
- GROUNDWATER
REMEDIATION - FINAL CONFERENCE FOR PROJECT INCORE
270 experts from Europe, Japan,
Ghana and Cameroon met in Haus der Wirtschaft in
Stuttgart at a conference, presenting and discussing new
concepts of groundwater remediation developed in the
framework of the EU funded RTD project INCORE. This new
concept, which is already being widely accepted and
applied at the end of the project, facilitates
site-characterisation and reduces significantly the cost.
A brochure including a CD-ROM provides detailed
instructions on how the INCORE concept can be applied and
practised. This material is available in English, French,
Italian and German and can be ordered at a cost of 18
Euro from UW Umweltwirtschaft Friolzheimer Str. 3 D-70499
Stuttgart. mailto: INCORE@uw-d.de
In: WATER AND SOIL TIMES - Issue 1,
July 2003, A newsletter from the "Water Cycle and
Soil Related Aspects" unit in the European
Commissions Directorate General for Research.
- ALTLASTEN SCHNELL UND
EFFEKTIV AUFSPÜREN
Zwei Tage beraten Experten aus
dem In- und Ausland über neue Wege im Grundwasserschutz
Wegen der Mineralquellen wird das Thema Grundwasserschutz
in Stuttgart groß geschrieben. Der braucht aber Zeit und
kostet Geld. Ein neues Konzept, entwickelt im Rahmen
eines EU-Projektes, beschleunigt die Erkundungen und
vermindert die Ausgaben.
Von Mathias Bury
In den ersten Jahrzehnten nach dem Krieg, in der
"Wirtschaftswunderzeit", waren
Chlorkohlenwasserstoffe (CKW) vor allem in der
Metallindustrie ein verbreitetes Mittel zur Reinigung und
zum Entfetten. 8600 Tonnen wurden jährlich allein in
Stuttgart verbraucht, sagt Werner Flad, Abteilungsleiter
im Amt für Umweltschutz. Was man damals nicht wusste:
Die giftigen CKW sind schwerer als Wasser, sehr
langlebig, und sie durchdringen selbst harte
Gesteinsarten. Deshalb stehen CKW ganz oben auf der
Suchliste der Experten, die sich in Städten wie
Stuttgart um den Grundwasserschutz kümmern.
Gestern und heute kommen 270 Fachleute aus Europa, aber
auch aus Japan, Ghana und Kamerun im Haus der Wirtschaft
in Stuttgart zu einer Konferenz zusammen, die sich mit
einem neuen Konzept zur Grundwassersanierung befasst.
Dieses wurde in den vergangenen drei Jahren mit Mitteln
der EU entwickelt, in enger Zusammenarbeit von
Wissenschaftlern und Praktikern in Mailand, Linz,
Straßburg, dem polnischen Bydgoszcz und Stuttgart. Die
Initiative für "Incore" ging von Stuttgart
aus, hierher flossen 400 000 der insgesamt 2,5 Millionen
Euro.
Das Konzept in Kürze: statt Altlasten, von denen es in
Stuttgart rund 3500 gibt, einzeln zu betrachten, werden
ganze Areale unter die Lupe genommen und mit Bohrungen,
Pumpversuchen und Strömungsanalysen erkundet. Dank des
ganzheitlichen Ansatzes ist der Aufwand geringer. So
reichten bei einer Untersuchung in der Innenstadt im
Bereich des Nesenbachs für 22 Verdachtsflächen acht
Bohrungen. Die Hydrogeologen wurden fündig: am Ort einer
früheren chemischen Reinigung in der Nesenbachstraße.
Weitere Schwerpunkte von Altlasten sind das Neckartal
sowie Feuerbach und Zuffenhausen.
Auch in diesem Fall musste schnell gehandelt werden, die
Sanierung des Grundwasserbereichs ist angelaufen. Geringe
Mengen CKW sind aber im Lauf der Jahre ins Mineralwasser
gelangt. Im Bereich des Mineralbades Berg seien es ein
bis zwei Mikrogramm pro Liter, sagt Werner Flad. Dies sei
ein unproblematischer Wert, selbst im Trinkwasser seien
zehn Mikrogramm zulässig. Das Ziel aber sei, in
Stuttgart irgendwann wieder ganz CKW-freies Grundwasser
zu haben.
Ein Ziel, das mit einem Netzwerk europäischer Kommunen
wie diesem besser erreicht werden könne, lobte Peter
Fuhrmann vom Landesumweltministerium das Projekt.
"So wird Europa für den Bürger sichtbar",
sagte Oberbürgermeister Wolfgang Schuster.
In: Stuttgarter Zeitung, 26.06.2003
|